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FWG Kierspe stellt Antrag an den Rat der Stadt Kierspe

Mehr Respekt für Einsatz- und Rettungskräfte

Jörg Hentschel will Mitgliedschaft der Stadt Kierspe im Verein #mehrRespekt.

„Scheißbulle!“ „Idioten!“ – Welcher Polizist oder welche Rettungskräfte hätten das noch nie gehört? Und das sind nur sogenannte „verbale Entleisungen“! Wie schnell eskaliert dann eine Situation in der Polizei und Rettungskräfte eigentlich nur Hilfe leisten wollten? Auch in Kierspe gab es das schon: Im Februar 2018 wurde die Feuerwehr bei einem Brand in Kierspe-Dorf massiv bedrängt und behindert, so dass sogar von Selbstverteidigungskursen für Wehrleute die Rede war!

Auch unser Bürgermeisterkandidat Jörg Hentschel kann als Kriminalbeamter aus eigener Anschauung ein Lied davon singen: „Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht irgendwo in Deutschland Feuerwehrmänner und -frauen und Rettungskräfte angepöbelt oder gar tätlich angegriffen werden.“ Auch deswegen ist er schon kurz nach der Gründung in den Verein SoKo-Respekt e.V. eingetreten, denn dieser wurde 2017 in Lüdenscheid gegründet, um auf ein immer größer werdendes Problem aufmerksam zu machen: Den mangelnden Respekt gegenüber Einsatz-, Hilfs- und Rettungskräften.

Was zählt zur Gewalt gegen Rettungskräfte?

Das Spektrum von Gewalt gegen Einsatzkräfte ist sehr vielfältig und breit gefächert: Vom fehlenden Verständnis für erforderliche Absperrungen bis zu dem stark alkoholisierten Patienten, der nicht mehr erkennt, dass die Rettungswagen-Besatzung ihm nur helfen will.

Und da sind natürlich auch die „erlebnisorientierten“ Menschen (Polizeijargon für gewaltbereite Jugendliche), die mit Steinen und Flaschen auf Einsatzkräfte werfen. Ein weiteres trauriges Beispiel: Am 29. Mai 2020 wurde ein wohl geplanter Angriff auf Polizei und Feuerwehr im hessischen Dietzenbach verübt, wo etwa 50 Männer einen Brand gelegt haben und Feuerwehr und Polizei beim Eintreffen massiv mit Steinen bewarfen.

Die Bandbreite von Gewalt gegen Einsatzkräfte reicht von verbalen und nonverbalen Angriffen (Beleidigungen, Drohungen, drohende Gesten) bis hin zu körperlicher Gewalt (treten, schlagen, schubsen, Waffengebrauch).

Jörg Hentschel: “Die Stadt Kierspe sollte Mitglied im Verein SoKo Respekt e.V. werden und sich so solidarisch mit den Rettungskräften zeigen! Rettungs- und Einsatzkräfte sind ein enorm wichtiger Teil unserer Gesellschaft und gehören damit auch unter besonderen gesellschaftlichen Schutz gestellt!”

Der Verein SoKo Respekt e.V. beschreibt seine Ziele so: „Wir möchten uns für alle Einsatzkräfte stark machen, ihnen eine Stimme geben und die Gesellschaft wieder zu einem respektvolleren und wertschätzendem Umgang miteinander bewegen.“

Jörg Hentschel hat deshalb unseren Fraktionsantrag initiiert, dass die Stadt Kierspe dem Verein beitreten soll. „Das ist ein großes Zeichen der Wertschätzung für den Verein, aber noch mehr für unsere Wehrleute, die immer wieder an vorderster Front stehen und oft genug ihr Leben einsetzen, um andere zu retten!“ Der Antrag soll noch im Juni in der Ratssitzung abgestimmt werden.

Quelle: Fotos und Text (FWG Kierspe)